Nachhaltige Entwicklung? Nicht ohne Transparenz!

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Das Thema Transparenz hat in den letzten Jahren international und hierzulande an Bedeutung gewonnen. Die Unterzeichnung der „Open Data Charta“ 2013 auf dem G8-Gipfel in Lough Erne war ein wichtiger erster Meilenstein und dass Transparenz und Rechenschaftslegung in der neuen Agenda 2030 als Kernprinzipien einer wirksamen und effizienten Zusammenarbeit anerkannt wurden zeigt, dass das Thema mittlerweile fest in der internationalen Entwicklungsdebatte verankert ist.

Um die Themen Transparenz und Rechenschaftslegung zu diskutieren, luden Publish What You Fund, ONE in Deutschland, Transparency International und die Open Knowledge Foundation am 07. Juni 2016 Entscheidungsträger und Experten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, die im Bereich Transparenz tätig sind, zu einem runden Tisch ein.

Es war uns sehr wichtig, mit Akteuren aus unterschiedlichen Sektoren und Arbeitsbereichen über die Herausforderungen und Chancen von offenen Daten in der Entwicklungszusammenarbeit zu diskutieren, um die unterschiedlichen Sichtweisen zu verstehen. Unter den Teilnehmern waren daher Vertreter verschiedener Ministerien, Mitarbeiter von Parlamentsmitgliedern sowie diverse Nichtregierungsorganisationen.

Dr. Robin Hodess, Group Director – Advocacy and Research  bei Transparency International, führte durch die Veranstaltung und ließ sich von der knappen Zeitbemessung nicht aus der Ruhe bringen. Hans-Joachim Fuchtel, parlamentarischer Staatssekretär des BMZ betonte in seiner kurzen Keynote, dass mit den Sustainable Development Goals (SDGs) ein neues Zeitalter begonnen hätte und dass Deutschland als eines der wohlhabendsten Länder dementsprechend Verantwortung übernehmen müsse. Dies gelte  auch beim Thema Transparenz. Laut Staatssekretär Fuchtel  solle die Gewichtung des Themas beim BMZ erhöht werden und Transparenz vor allem gleichbedeutend mit finanzieller Effizienz sein.

Dieses wichtige Argument zog sich durch die gesamte Diskussion und wurde auch von den Panelisten aufgegriffen, die eine mögliche Steigerung der Wirksamkeit von Entwicklungszusammenarbeit durch Transparenz hervorhoben. Im Verlauf der Veranstaltung wurden von den Teilnehmern verschiedene wichtige Aspekte diskutiert, darunter auch die Rolle der neuen Geberländer in Bezug auf Transparenz. Von zivilgesellschaftlichen Vertretern wurde die Frage aufgeworfen, wie man Partnerländer bei der Nutzung von Daten besser unterstützen könne. Der gegenseitige Austausch zwischen den Teilnehmern im Anschluss an die Veranstaltung verdeutlichte die Relevanz des Themas für verschiedene Akteure und Sektoren.

Wir freuen uns über den informativen und konstruktiven Austausch und hoffen, in Zukunft gemeinsam dieses Thema in den verschiedenen Sektoren voranzubringen, um Entwicklungszusammenarbeit effizienter und nachhaltiger zu gestalten.

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